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Social Media
Veröffentlicht am 10/05/09
Das Buzzword Web 2.0 wird derzeit durch Social Media ersetzt. Auch der neue Begriff Social Media allein macht noch lange keine erfolgreiche Online-Kommunikation. Es reicht nicht aus auf Facebook, Twitter und Co. Content in die Zweitverwertung zu schicken und sein Logo dort zu plazieren. Denn Facebook, Twitter und Co. sind keine Strategie, sondern nur Kanäle.
Der Begriff Social Media versucht die Kommunikation in und mit sozialen Netzwerken zu beschreiben. Soziale Netzwerke sind Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken, Wissen und Erfahrungen. Sie fördern die Kommunikation, sowie Interaktion zwischen Menschen und kommunizieren auf Augenhöhe. Es existiert keine Abgrenzung mehr zwischen Sendern und Rezipienten.
Benutzer erstellen gemeinsam eigene Inhalte (User Generated Content), tragen Botschaften weiter (Creative Commons), bewerten Produkte (Ratings) und vieles mehr. Der Ausdruck “Märkte sind Gespräche” aus dem Cluetrain Manifest ist keine These mehr, sondern Realität. In den Ohren der Benutzer klingen Firmen/Organisationen heutzutage hohl, flach und unmenschlich. Sie hören nicht zu, suchen keine Gespräche und sind oft kein Teil der Community.
Das Internet ist kein Medium, sondern eine Plattform von Menschen für Menschen. Ich möchte an dieser Stelle Brian Solis zitieren: “We are, what we share!”
Social Media – Conversation Prism von Brian Solis

Facebook, Twitter und Co. ermöglichen es Gesprächen zu folgen, daran Teil zu nehmen und Botschaften, Wissen, Meinungen, sowie Inhalte zu teilen. Dabei geht es nicht darum alle Kanäle, Web-Angebote zu bespielen, sondern die richtigen zu finden, abhängig von Zielen und Zielgruppen.
Wer diesem großen “Gespräch” teilnahmslos zuschaut, läuft Gefahr an Wahrnehmung zu verlieren. In Zeiten der digitalen Revolution, welche die industrielle Revolution unserer Zeit ist, kann das weitreichende Konsequenzen haben. Unternehmen, Organisationen, die es versäumen sich zu vernetzen, in den Dialog mit Menschen zu gehen, also quasi unfähig zur Online-Kommunikation sind, werden an Relevanz verlieren. Die klassischen Kanäle dieser Unternehmen/Organisationen verlieren bereits jetzt an Relevanz und dieser Prozess wird sich beschleunigen. D.h. ohne Online-Kommunikation bleiben nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten bestehen, meine Zielgruppen anzusprechen um meine Botschaften zu plazieren. Wo werden Unternehmen/Organisationen noch Aufmerksamkeit, Interesse und Kaufanreize erfolgreich platzieren und wer entscheidet sich für “ihre Produkte”? Es ist ein bisschen wie Klassik spielen, die sich an Noten messen und dirigieren lässt, gegen Jazz, der frei und ohne Konzept/Noten aufspielt. Wenn es Unternehmen gelingt, den Jazz im Internet zu spielen, will meinen Online-Kommunikation in Gespräche zu verwandeln, sind diese gut gerüstet für die digitale Revolution.
Social Media heißt also eine Kommunikation zu gestalten/entwickeln, die zuhört, interagiert, teilt und partizipiert.
In diesem Sinne: Join the Conversation!
Das war's. Und nun?
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Kommentare zu "Social Media"
6 Kommentare
Stefan
10/05/09
Bringst es schön auf den Punkt. Die “Märkte sind Gespräche” These aus dem Cluetrain Manifest kann man mMn im Kontext Social Media sogar noch etwas umformulieren: “Gespräche werden Märkte”.
Michael Franz
10/05/09
We are, what we share! Das ist die große Herausforderung für Unternehmen in den nächsten Jahren.
Bisher konnte man als Unternehmen durch Marketing und PR ein potentiellen Kunden eine Scheinwelt vorspielen. Die man dazu auch noch stark kontrollieren konnte.
Das ist im Bereich Social Media nicht mehr im gleichen Maße möglich. Wer man ist, wird Interessenten und Kunden daran was man teilt, viel schneller und deutlicher sichtbar.
Deshalb den “Jazz im Internet zu spielen” für viele Unternehmen mit großen Herausforderungen verbunden.
Neben der technischen Seite müssen eine Fülle weitere Fragen geklärt werden:
1. Wieviel dürfen Mitarbeiter “sharen”? Wo sind die Grenzen? Wie wird das kontrolliert? Wie führe ich Mitarbeiter, die im Auftrag des Unternehmens sharen?
2. Wie entwickelt man eine Social Media Strategie. Worauf konzentriere ich als Unternehmen meine zeitlichen Ressourcen? Was aus der Fülle der Möglichkeiten wird genutzt?
3. Wie share ich eigentlich möglichst wirkungsvoll? Wie cheographiere ich Content, Posts, Micorblogs, Videos, etc das Sie eine gewünschte Wirkung erzielen? Wie wird der Erfolg gemssen?
Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigen Fragen für Unternehmen im Bereich Social Media?
Beste Grüße,
Michael Franz
http://www.michaelfranz.de
Marcel Knust
10/05/09
Danke für diese gelungene Zusammenfassung und auch die Analogie aus dem Musikbereich.
Wie Michael in seinem Kommentar schreibt, ist es jetzt an der Zeit für die Unternehmen sich die Folgefragen zu stellen. Die Dritte Frage in der Liste von Michael Franz, also die Orchestrierung der Tools, sehe ich als entscheidend an. Natürlich muss dabei, wie bei der normalen PR, die Imagewahrung berücksichtigt werden, damit kein Brouhaha/Fehltritt dabei entsteht.
Methoden der Effektivitäts- und Effizienzmessung sowie die optimal abgestimmte Onlinemarketingstrategie über alle Kanäle, das sind die großen Fragen.
Social Media - Social Web - Definition der Begrifflichkeiten | heiko ditges
10/05/09
[...] Claudia Sommer zum Thema Social Media [...]
Sylvia
10/05/09
Social Media – so funktionieren Utopien. Erstmals hat es eine Utopie in die reale Welt geschafft ohne die sonst nötige Abgrenzung nach Außen. Hoffen wir alle, dass die Social Media unsere Welt tatsächlich ein großes Stück demokratischer machen – das Zeug dazu haben sie.
Danke für den guten Beitrag zu diesem Thema,
Sylvia
“Social Media”? Was ist das überhaupt? « In Sachen Kommunikation
13/05/09
[...] Im Gegensatz zu den Anfängen des Internet, als man noch html-Kenntnisse brauchte, um etwas online stellen zu können, kann im Zeitalter der Social Media jeder ohne großen Aufwand Inhalte online veröffentlichen und vor allem mit anderen teilen! (Siehe auch Artikel bei Claudia Sommer) [...]
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