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Qualitätsjournalismus zum Thema Jackson



Veröffentlicht am 29/06/09

Der Tod von Michael Jackson bringt momentan Rekordauflagen und astronomische Klickzahlen. Da wird gerne jede noch so abstruse Geschichte aus den USA und Uk Medien ungeprüft übernommen. Sei es nun was das Kindermädchen Grace angeblich alles einer Reporterin erzählt haben will, Details aus dem nicht fertigen und schon gar nicht veröffentlichten Autopsiebericht oder angebliche Fotos der letzten Konzertproben. Die Bild Zeitung hat sogar zugegeben, dass sie einem Betrug aufgesessen ist und diese Fotos aus dem Jahr 2003 sind. Um genauer zu sein, stammen diese Fotos vom nie fertiggestellten Videodreh zum Song “One more chance”.

Ich bin wirklich irritiert, denn seit Wochen und Monaten muss ich mir anhören wie wichtig doch Qualitätsjournalismus ist. Qualitätsjournalismus sei die Stütze unserer Gesellschaft, etc. Ist Qualitätsjournalismus Copy & Paste aus Übersee-Medien? Finde ich genauso überflüssig wie Copy & Paste aus AP Meldungen. Qualitätsjournalismus sollte eine anständige Recherche beinhalten, aber dazu scheint momentan einfach die Zeit zu fehlen, denn die nächste Michael Jackson Headline wartet schon und verspricht eine hohe Auflage und/oder viele Klicks.

Vielleicht sollte ich untenstehendes Foto auch an die Bildagenturen verkaufen, denn auch da ist Michael Jackson bei den Proben.
mjj Qualitätsjournalismus zum Thema Jackson

Im übrigen läßt 90% der Berichterstattung zu Michael Jackson jeglichen Respekt vermissen, ich finde das unerträglich.



Das war's. Und nun?

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