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Panne beim Landeswahlleiter Bremen
Veröffentlicht am 27/09/09
Beim Landeswahlleiter Bremen können Zwischenergebnisse zur “Bundestagswahl 27.9.2009 – Land Bremen – Erststimmen” eingesehen werden. Laut derWesten, die da mal angerufen haben, handelt es sich um “Test-Daten“. Dies ist aber absolut nicht erkennbar (siehe Screenshot) Angeblich wird man dies nun auch offline nehmen.
Ob Testdaten oder nicht, auch falsche Informationen sind eine Beeinflussung der Wahl. Und wenn die Landeswahlleiter ihren Job nicht geregelt bekommen, dann gibt es keinen Zweifel mehr, dass wir in einer Bananen Republik leben.
Im übrigen war hier Twitter nicht der Übeltäter, sondern quasi investigativ realtime.
UPDATE:
Weitere Ansichten zur Causa Bremen gibt es hier: Sascha Lobo, Mirko Lange und Spreeblick
Das war's. Und nun?
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Kommentare zu "Panne beim Landeswahlleiter Bremen"
2 Kommentare
André
27/09/09
Es stimmt natürlich, dass sowas nicht passieren darf. Die Testdaten gehören vor Beginn der Wahl gelöscht. Wie Du richtig sagst: Auch falsche Daten können beeinflussen, wenn sie nicht direkt als falsch zu erkennen sind.
Aber da liegt der Hund begraben, weshalb man auch durchaus die deutsche Netzwelt kritisieren kann: Sobald jemand eine vermeintliche Sau entdeckt, wird sie sofort durch’s virtuelle Dorf getrieben. Erst danach schaut man, ob es denn auch eine Sau ist.
Auch ich habe mich beim ersten Klick auf den Link erschrocken, aber nach einigen Augenblicken wurde mir klar: Es können gar keine vorläufigen Ergebnisse auf den Wahlleiterseiten auftauchen. Denn die Auszählung beginnt erst um 18 Uhr, weshalb die Zahlen offensichtlich falsch sein mussten.
Hinzu kommt: Wenn ich das richtig gesehen habe, konnte man die Daten nur über den verbreiteten Deeplink erreichen. Sie waren anscheinend (zumindest bereits wenige Minuten nach Bekanntwerden) nicht auf der Webseite verlinkt.
Was anderes wäre dies auf der Seite eines Marktforschungsinstutes gewesen, das an den Exit-Polls beteiligt ist, denn diese Daten hätten authentisch sein können.
Also: Gut ist sowas natürlich nicht und sollte tunlichst vermieden werden. Aber bevor man deswegen via Twitter & Co. den Untergang des Abendlandes ausruft, sollte man zunächst über das Entdeckte nachdenken.
Claudia
27/09/09
Hi Andre,
nein die Seite war auch ohne Deeplink aufrufbar.
Ich halte es immer noch für einen Skandal weil es sich hier eben um eine offizielle Seite eines Landeswahlleiters handelt und nicht um irgendeine Seite, wo irgendwas steht.
Als Testdaten waren diese Daten auch nicht gekennzeichnet. Es gibt keinen plausiblen Grund aus IT-Sicht, warum Testseiten überhaupt öffentlich zugänglich sind. Das ist Unfug… ich nenne nur “htaccess”
LG C
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